Ich liebte eine Bestie – Die Frauen der Serienmörder

 

Klappentext:

Kann eine Frau einen Mann lieben und nicht ahnen, dass er ein Serienmörder ist? Mit ihm zusammenleben, ohne etwas von seinen Verbrechen zu wissen? Und wenn sie etwas ahnt: Wie kann sie mit dem Gedanken weiterleben? Der Kriminalist und Bestsellerautor Stephan Harbort hat mit den Frauen von Serienmördern gesprochen und erzählt ihre erschreckenden und doch faszinierenden Geschichten.



Zusammenfassung:
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Rezension:

Zugegebenermaßen ist dieses Buch aufgrund der Thematik endlich einmal eine erfreuliche Ausnahme in der langen Reihe der True-Crime-Veröffentlichungen. Zu oft gerät man an Material, in dem sich der jeweilige Autor in den Mittelpunkt stellt und selbst beweihräuchert. Doch hier wird einem ein tiefgründiger Einblick auf die Angehörigen der Täter gewährt, nicht in trockener Interview-Form, sondern mit detaillierten Hintergrundinformationen. Zu Beginn wird der Leser, genauer: die Leserin gefragt, wie sie reagieren würde, wenn sie entdecken würde, dass ihr Lebensgefährte ein mehrfach straffällig gewordener Gewaltverbrecher ist. Und auch die - vermeintlich - logische Antwort darauf wird gleich zu Beginn gegeben. Doch nach der Lektüre des Buches sitzt man da und fragt sich selbst: Bist Du Dir da ganz sicher? Zum Glück müssen sich nur die allerwenigsten Frauen diese Frage jemals stellen.

Pro: detaillierte Hintergrundinformationen, tiefe Einblicke, gut recherchiert.

Kontra: die teilweise geänderten Namen der Täter, das leidige Thema Datenschutz und Persönlichkleitsrechte, auf das man in Deutschland immer wieder trifft, in einem Land, in dem die Täter mehr Rechte zu haben scheinen als die Opfer.

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