Mrz 261998
 

Das Opfer:

Tristan Brübach

Tristan Brübach

Geburtsdatum /
Alter:
03. Oktober 1984 /
13 Jahre
Ort des Verschwindens: Frankfurt-Höchst, HE, DE
(vermuteter) Tat- /
Auffindezeitpunkt:
26. März 1998 /
26. März 1998; 17:08 Uhr
(vermuteter) Tat- /
Auffindeort:
Fankfurt-Höchst, HE, DE /
Liederbachtunnel, Frankfurt-Höchst, HE, DE
Todesursache: durchschnittene Kehle

Tatumstände:

Tristan wurde am 03. Oktober 1984 in Frankfurt am Main geboren und wuchs nach dem frühen Tod seiner Mutter 1995 bei seinem Vater auf.
Am Tag der Tat wurde er gegen 15:20 letztmals gesehen, die Meldung des Fundes seiner Leiche in einem Tunnel in der Nähe des Bahnhofes Frankfurt-Höchst ging bei der Polizei um 17:08 ein.
Der Junge wurde bewusstlos geschlagen und gewürgt, die Todesursache war ein Schnitt in den Hals. Die Leiche wies erhebliche Verstümmelungen auf. Nach der Tat legte der Täter die Leiche auf einem Betonsockel ab.
Der Mörder wurde während der Tatausführung aus einiger Entfernung von drei Jugendlichen beobachtet, die die Tat aber nicht als solche erkennen konnten. Sie gaben den Ermittlern später eine Beschreibung des Täters, die bislang zu keinem Fahndungserfolg führte. Ein Jahr nach der Tat wurde der Rucksack des Opfers in einem Waldstück in der Nähe von Niedernhausen gefunden, etwa 25 Kilometer vom Tatort entfernt. Der Täter konnte bis heute nicht ermittelt werden.
Bei den Ermittlungen wurden ab 2002 in bis dahin noch nicht gekannten Maßstab verdachtsunabhängige Reihenuntersuchungen an Fingerabdrücken durchgeführt. Es wurden hierbei alle damaligen männlichen Einwohner der Stadtteile Höchst und Unterliederbach im damaligen Alter von 15 bis 45 Jahren sowie auch Berufspendler zur Abgabe von Fingerabdrücken gebeten. Bis 2014 hatten 98,65 % der damaligen Höchster und 92,95 % der damaligen Unterliederbacher Einwohner ihre Fingerabdrücke abgegeben.

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Chronik des Tattages:

 

Uhrzeit Ereignis
04:30 Tristans Vater verlässt die gemeinsame Wohnung, um zur Arbeit zu gehen.
08:00 Tristan ruft seinen Vater aus einer nahegelegenen Telefonzelle an, um ihn zu bitten, nicht zur Schule gehen zu müssen, da er Rückenschmerzen hat. Sein Vater überzeugt ihn, doch zur Schule zu gehen und anschließend den Arzt aufzusuchen.
08:15 Tristan trifft zufällig einen Freund, beiden bummeln noch herum.
09:00 Tristan trifft zur zweiten Stunde in der Schule ein
12:30 –
13:15
Tristan nimmt am gemeinsamen Mittagessen in der Schule teil.
13:30 Tristan lässt sich wegen seiner Rückenschmerzen vorzeitig vom Unterricht befreien, um zum Arzt zu fahren. Er wird noch von einer Mitschülerin beim Betreten des Busses gesehen.
14:00 –
14:25
Tristan wird von einem Freund aus einem vorüberfahrenden zweiten Bus gesehen, doch Tristan bemerkt seinen Freund nicht. Als der Freund am Bahnhof Höchst eintrifft, findet er Tristan jedoch nicht mehr. Allerdings wird er von einem anderen Jungen gesehen, als er alleine auf einer Bank sitzt.
15:20 Zu diesem Zeitpunkt wird Tristan noch in einem Park in der Nähe des Höchster Busbahnhofes von einer Hundebesitzerin gesehen, die sich kurz mit ihm unterhält und ihn den Hund streicheln lässt. Als die Frau weitergeht und sich nochmals umwendet, sieht sie zwei Männer, mutmaßlich südländisch wirkende Ausländer, die nun bei Tristan auf der Bank sitzen.
15:30 Drei Jugendliche, die in der Parkanlage gespielt hatten, wollen mit dem Bus zu einem Sportplatz fahren. Um den Weg abzukürzen, beschließen sie, durch den Tunnel zu gehen. Dort bemerken sie einen Mann, der sich über einen Betonsockel beugt. Sie beobachten den Mann etwa zwei Minuten lang und entschließen sich dann, doch den längeren Weg um den Tunnel herum zu nehmen. Ermittlungen zufolge haben die Jugendlichen die Tat beobachtet, jedoch nicht als solche erkannt. Allerdings können sie eine gute Beschreibung des Täters abgeben.
17:08 Erneut betreten zwei Kinder den Tunnel. Dort finden sie Tristans Leiche. Sie laufen zu einem nahegelegenen Jugendheim und verständigen die Betreuer. Nachdem diese sich überzeugt haben, dass die Kinder die Wahrheit gesagt haben, verständigen sie die Polizei.

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Übersichtskarte:

 

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Täterbeschreibung:

 

 Phantombild Täter Brübach
alias:  
Geschlecht: männlich
Alter: 20 – 30 Jahre
Größe: ca. 175 cm
Statur: sehr schlank, hager
Haare: dunkelblond, fettig, lang, zum Pferdeschwanz gebunden
Augen: unbekannt, vermutlich blau
Sprache / Stimme: unbekannt
Bekleidung: unbekannt, jedoch sehr ungepflegt
Besondere Kennzeichen
(Tätowierungen, Narben, Zahnbild etc.):
Narbe an de Oberlippe, evtl. Hasenscharte
Fahrzeug: unbekannt
Typ: unbekannt
Modell: unbekannt
Farbe: unbekannt
Kennzeichen: unbekannt
Besondere Merkmale
(Fahrzeug betreffend):
unbekannt
Bewaffnung: unbekannt, vermutlich Messer oder ähnliches
Tatort: Fußgängertunnel Liederbachstraße, Frankfurt-Höchst
Zeitraum: 26. März 1998, zwischen 15:20 Uhr und 17:08 Uhr
Opfer: männlich, 13 Jahre

Tatumstände:

Der Junge wurde bewusstlos geschlagen und gewürgt, die Todesursache war ein Schnitt in den Hals. Die Leiche wies erhebliche Verstümmelungen auf. Nach der Tat legte der Täter die Leiche auf einem Betonsockel ab.

Sonstiges: 

Ein Jahr nach der Tat wurde der Rucksack des Opfers in einem Waldstück in der Nähe von Niedernhausen gefunden, etwa 25 Kilometer vom Tatort entfernt. Er enthielt noch Tristans Schulsachen, jedoch zusätzlich eine Straßenkarte in tschechischer Sprache.

Weitere Informationen:

Der Beschriebene könnte sich zur Tatzeit in den Stadtteilen Unterliederbach, Zeilsheim und Höchst, insbesondere am Bahnhof Höchst und dem erweiterten Umfeld, einschließlich in den angrenzenden Main-Taunus-Gemeinden und sogar im Bereich Niedernhausen (damals Rucksackfund) regelmäßig aufgehalten haben, ohne dass er dort gewohnt haben muss.

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Sie haben Hinweise zu diesem Fall?

Die Ermittler im Fall Tristan Brübach suchen Zeugen, die sich im Bereich Bahnhof Höchst aufgehalten und eventuell Beobachtungen gemacht und sich noch nicht gemeldet haben. Folgende Fragen stellen sich besonders:

  • Wer hat am Tattag Beobachtungen gemacht und sich der Polizei noch nicht oder nicht vollständig mitgeteilt?
  • Wer kannte Tristan oder Personen aus seinem Umfeld?
  • Wer hat eine bestimmte Person als Täter in Verdacht? Auffällig könnte zum Beispiel sein, daß jemand sein Verhalten geändert, sich verdächtig geäußert oder ohne erkennbaren Grund sein gewohntes Lebensumfeld verlassen hat (Flucht).
  • Ein Abschnitt der Tat fand vermutlich im Liederbach statt. Hose und Schuhe des Täters könnten daher zumindest teilweise durchnässt worden sein. Wem ist am Tattag eine Person mit durchnässter und/oder blutbefleckter Kleidung aufgefallen?

Für Hinweise, die zur Ermittlung und Ergreifung des/der Täter(s) führen, hat die Staatsanwaltschaft Frankfurt/Main eine Belohnung in Höhe von 15.000,- Euro ausgesetzt. Bitte wenden Sie sich an die nächste Polizeidienststelle oder nehmen Sie über den folgenden Link Kontakt zu den Ermittlungsbeamten auf:

Polizei HessenPolizeipräsidium Frankfurt/Main
Fachkommissariat 11
Mordkommission 1
Telefon: +49 (0)69 755-51108
E-Mail: k11.ppffm@polizei.hessen.de

oder an das:

Polizei Hessen

Bundeskriminalamt Wiesbaden
Kriminaldauerdienst
Kontakt
Telefon: +49 (0)611 55-13101
Fax: +49 (0)611 55-12141

oder an jede andere Polizeidienststelle

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