Sep 222013
 

Kurzbiographie:

 

Seit 1980 tauchten im Umkreis von Anchorage immer häufiger die Überreste weiblicher Leichen auf. Die Behörden richteten umgehend eine Sonderkommission ein, da sie davon ausgingen, dass es sich bei dem Täter um einen Serienkiller handelte. Trotzdem dauerte es mehr als drei Jahre, bis der Mörder verhaftet werden konnte. Es handelte sich um den Bäcker und angesehenen Mitbürger Robert Hansen.

Hansen litt als Kind unter seinem sehr strengen Vater. Er selbst war Linkshänder, wurde aber gezwungen, seine rechte Hand zu benutzen. Ausserdem stotterte er und litt unter starker Akne, was ihn sehr unattraktiv machte. Durch seine Erfolglosigkeit bei gleichaltrigen Mädchen entwickelte er Hassgefühle gegen Frauen im Allgemeinen.

Hansen war passionierter Jäger. Dieser Leidenschaft ging er auch bei seinen Opfern nach. Er lockte sie mit Geldversprechungen, flog sie mit seinem Privatflugzeug zu einer abgelegenen Berghütte, wo er die Frauen vergewaltigte und folterte, ehe er sie in ihre vermeintliche Freiheit entließ. Tatsächlich jedoch sah er seine flüchtenden, teilweise nackten, Opfer als Jagdwild an, verfolgte und erschoss oder erstach sie.

Bereits 1961 war Hansen wegen Brandstiftung verurteilt worden, zwei weitere Anklagen folgten 1972, diesmal lauteten beide Anklagepunkte auf Entf hrung und versuchte, bzw. vollzogene Vergewaltigung. Bei den Opfern handelte es sich um eine Nachbarin, eine ganz normale Hausfrau, welche fliehen konnte, und eine Prostituierte. Aufgrund einer verkürzten Haftzeit verbüßte Hansen jedoch nur sechs Monate seiner Strafe. 1976 erfolgte eine Festnahme und Verurteilung wegen Diebstahls einer Kettensäge. Für diesen wurde er zu fünf Jahren Haft verurteilt, jedoch nach einer Revision wieder freigelassen.

Am 13. Juni 1983 konnte ihm eine 17- jährige Prostituierte auf dem Weg zu seinem Flugzeug entkommen. Sie lenkte die Ermittler auf Hansens Spur. Nachdem man Hansen fast vier Monate lang beobachtet hatte, erfolgte im Oktober 1983 seine Verhaftung. Bei der Hausdurchsuchung konnte sein Waffenarsenal sichergestellt werden, darunter auch diverse Jagdgewehre, welche mit Munition Kaliber 223 geladen waren. Bei Rundflügen mit der Polizei ber seinem Jagdgebiet zeigte Hansen den Ermittlern insgesamt 17 Gräber. Einige der Frauen konnten niemals identifiziert werden.

Hansen traf eine Vereinbarung mit der Staatsanwaltschaft, dass er sich schuldig bekennen würde, wenn man die Anklage von siebzehn auf vier Morde reduzieren würde. Als Gegenleistung markierte er die Orte, an denen er seine Opfer begraben haben wollte, auf einer Landkarte mit einem Kreuz. Die Staatsanwaltschaft ließ sich darauf ein und so gestand Hansen die Morde an Eklutna Annie , deren wahren Namen auch Hansen nicht kannte, Joanne Messina, Sherry Morrow und Paula Goulding. Für diese Taten wurde Hansen zu einer lebenslänglichen Haftstrafe plus 461 Jahren verurteilt. Einige der ihm zur Last gelegten Taten bestritt er, doch da er die Fundorte der Leichen markiert hatte, besteht kein Zweifel, dass er auch für diese Morde verantwortlich ist.