Jun 092014
 

Kurzbiographie:

 

Long lebte mit seiner sehr dominanten, aber gefühlskalten Mutter in ärmlichen Verhältnissen. Sie zwang Long, bis zum Teenageralter das Bett mit ihr zu teilen. Andererseits schenkte sie dem Hund der Familie mehr Beachtung als ihrem Sohn, welcher schließlich aus Eifersucht das Tier erschoss.

Nach der High School heiratete Long ein Mädchen aus der Nachbarschaft, welches in den Charaktereigenschaften Longs Mutter sehr ähnelte. Long wurde mit einem extra X-Chromosom geboren, von dem manche Fachleute glauben, es verursache gewalttätiges Verhalten. Aufgrund dieser genetischen Fehlbildung bildeten sich bei Long in der Pubertät Brüste, was seine Mitschüler veranlasste, ihn zu hänseln. Schließlich unterzog sich Long einer Operation. Als er sich 1974 bei einem Motorradunfall schwere Kopfverletzungen zuzog, steigerten sich sein sexuelles Verlangen und seine Gewaltbereitschaft. Doch die Ärzte, welche Long deswegen konsultierte, taten ihn als Simulanten ab, um an stärkere Medikamente zu gelangen. Als Motiv könnte man also anführen, dass die Mischung aus der genetischen Störung, der Art und Weise, wie seine Mutter und später auch seine Frau mit ihm umgegangen waren, und die Spätfolgen der vom Motorradunfall herrührenden Kopfverletzung verantwortlich waren, dass Long zum Serienvergewaltiger und -mörder wurde.

1980 startete Long seine Serien von Vergewaltigungen und folgte hierbei immer dem gleichen Schema, indem er alleinstehende Frauen in ihren Wohnungen überfiel. 1981 wurde er wegen einer dieser Taten angeklagt, konnte die Geschworenen jedoch von seiner Unschuld überzeugen und wurde frei gesprochen, was ihm ermöglichte, erneute Verbrechen zu begehen. Ungewöhnlicherweise änderte Long seine Opferpräferenz, als er tötete. Als Vergewaltiger schien er den normalen, alltäglichen Hausfrauen- Typ zu bevorzugen, aber seine Mordopfer bestanden meist aus Prostituierten und anderen, im Rotlichtmillieu tätigen, Frauen. Diese Opfer waren leichter zugänglich und ihr Verschwinden fiel in den meisten Fällen nicht so schnell auf.

Bis zum November von 1984 konnte er auf diese Art mindestens neun solcher Frauen ermorden, brachte sich jedoch selbst zu Fall, als es einem seiner Opfer gelang, zu fliehen. Dieses Opfer, Lisa McVey, meldete den Überfall der Polizei, welche Long ca. zwei Wochen später verhaften konnte. Doch in dieser Zeit hatte Long seinen zehnten Mord begangen, nur zwei Tage nach seiner Nachlässigkeit im Bezug auf Lisas Entkommen.

Long wurde wegen neun Morden und der Vergewaltigung von Lisa McVey zu sechsundzwanzig lebenslänglichen Haftstrafen und zwei Todesstrafen verurteilt. Als Motiv gab Long vor Gericht an, seine sexuellen Bedürfnisse seien nach seiner Kopfverletzung stark angestiegen, er habe aber einen Hass gegen Frauen entwickelt, die ihren Körper nur dazu benutzten, Männer zu manipulieren.

Long ist ein entfernter Cousin von Serienkiller Henry Lee Lucas.

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