Aus True Crime Info
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| Name/ Geburtsname
| Erwin Hagedorn
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| alias
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| Geburtsdatum
| 30. Januar 1952
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| Geburtsort
| Eberswalde, Brandenburg
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| Todesdatum
| 15. September 1972
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| Ort
| Leipzig, Sachsen
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| Todesursache
| Hagedorn wurde durch einen "unerwarteten Nahschuss" hingerichtet. Es war die letzte zivile Hinrichtung in der DDR.
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| Tatort
| Wälder um Eberswalde
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| Zeitraum der Taten
| 1969 - 1971
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| Taten angeklagt
| 3
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| Taten verurteilt
| 3
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| Taten gestanden
| 3
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| Taten verdächtigt
| 3+
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| Opfer
| Jungen zwischen 9 und 12 Jahren
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| Tatumstände
| Lockte die Jungen mit Versprechungen in die Wälder und tötete sie dort, indem er sie erstach und ihnen die Kehlen durchschnitt.
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| Tatmotiv
| sexuelle Erregung beim Tötungsvorgang
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| Verhaftung
| 12. November 1971
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| Urteil
| Am 15. Mai 1972 wurde er zum Tode verurteilt.
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| Haftanstalt
| Thorgau in Leipzig
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Profil
Ende der sechziger Jahre tötete Hagedorn innerhalb von zwei Jahren in den Wäldern um Eberswalde drei Jungen im Alter zwischen 9 und 12 Jahren.
Hagedorn war in seiner Jugend häufig von seinen Mitschülern gehänselt worden, seine Eltern erzogen ihn streng, die Erziehung war sehr stark auf den Sozialismus ausgerichtet. Hagedorn begann eine Lehre als Koch, in deren Verlauf es zu seiner Lieblingstätigkeit wurde, Fische zu schlachten, da er bei dieser Tätigkeit ungehindert mit Messern hantieren konnte.
Schon während der Pubertät fiel es Nachbarn auf, dass Hagedorn lieber mit jüngeren Kindern spielte als mit gleichaltrigen. Anfangs handelte es sich hier noch um Mädchen, welche er in einer kleinen Hütte am Rande des Hinterhofes seiner Wohnanlage fesselte und quälte, allerdings nur geringfügig. Eines Tages jedoch bedrohte er eines der Mädchen mit einem Taschenmesser, das Mädchen schrie um Hilfe und ein Nachbar, der zufällig auf dem Hof anwesend war, unterbrach Hagedorn bei seiner Tätigkeit. Zwar wurde diese Tat nie zur Anzeige gebracht, jedoch meldete die Mutter des Mädchens sich bei Hagedorns Eltern und drohte mit der Polizei, falls so etwas noch einmal vorkommen sollte. Einige Zeit später traf er eine andere Mutter mit ihrem Sohn beim Skifahren im Wald und bot sich an, mit dem Jungen, Andreas K., einen Ausflug zu machen. Die Mutter erlaubte es und im Verlauf des Ausfluges schlug Hagedorn den Jungen zu Boden, bedrohte ihn mit dem Messer, zwang ihn, die Hose zu öffnen und berührte ihn dann. Anschließend machte er sich mit dem Jungen wieder auf den Heimweg, drohte ihm jedoch erneut, wenn er etwas verraten würde, würde er ihn töten. Anfangs verschwieg Andreas K. diese Tat seinen Eltern, nach Hagedorns letztem Mord jedoch machte er bei der Polizei eine Aussage und identifizierte Hagedorn schließlich anhand eines Fotos.
Am 12. November 1971 schließlich konnte Hagedorn verhaftet werden und legte sofort ein vollständiges Geständnis ab. Am 12. Mai wurde Hagedorn zum Tode verurteilt, jedoch gingen seine Verteidiger in Revision. Nachdem in der Revision das Todesurteil bestätigt wurde, reichten die Eltern Hagedorn ein Gandengesuch ein. Der Staatsvorsitzende Ulbricht ließ sich einen Film zeigen, der zu Lehrzwecken an Originalschauplätzen gedreht worden war, und nachdem Hagedorn während dieses Filmes und auch bei seiner Verhandlung immer sehr gefühlskalt und reuelos geblieben war, wurde das Gnadengesuch abgelehnt. Am 15. September 1972 wurde Hagedorn über mehrere Zwischenstationen in die Haftanstalt Thorgau in Leipzig gebracht. Dort gestand man ihm zu, einen Abschiedsbrief an seine Eltern schreiben zu dürfen. Anschließend wurde er in einen leeren Raum gebracht, sein Henker näherte sich unbemerkt von hinten und Hagedorn wurde durch einen einzigen Schuß hingerichtet. Seine Leiche wurde verbrannt, ohne die Eltern davon in Kenntnis zu setzen und auch den Abschiedsbrief haben sie nie erhalten. Anfragen diesbezüglich wurden dahingehend kommentiert, dass Hagedorn kein Recht mehr gehabt hätte, in der sozialistischen Gesellschaft zu leben und somit auch der Brief und die Bestattung unter Ausschluss dieser Gesellschaft fallen würden.
Die Opfer
Mario Louis
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| Geburtsdatum/ Alter
| 9 Jahre
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| Ort des Verschwindens
| Westend, Eberswalde
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| (Wahrscheinlicher) Tat-/ Auffindezeitpunkt
| 31. Mai 1969/ 13. Juni 1969
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| (Wahrscheinlicher) Tat-/ Auffindeort
| Wald bei Eberswalde
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| Todesursache
| erstechen
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| Tatumstände
| Hagedorn sprach den neunjährigen Jungen und dessen gleichaltrigen Freund an und lud sie zu einer Fahrradtour ein. Auf dem Weg zum eigentlichen Tatort wurden die drei von einem Jäger gesehen, der später auch eine Zeit lang als Tatverdächtiger galt. Hagedorn verletzte Mario mit einem Messer und unter dem Vorwand, Hilfe holen zu wollen, ließ er den Jungen alleine zurück und nahm den anderen jungen, Henry, mit sich. Später kehrte er zurück und stach mehrfach auf Mario ein. Nach Hagedorns Aussage war er währenddessen stark sexuell erregt.
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Henry Specht
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| Geburtsdatum/ Alter
| 09. Februar 1960/ 9 Jahre
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| Ort des Verschwindens
| Westend, Eberswalde
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| (Wahrscheinlicher) Tat-/ Auffindezeitpunkt
| 31. Mai 1969/ 14. Juni 1969
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| (Wahrscheinlicher) Tat-/ Auffindeort
| Waldgebiet bei Eberswalde
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| Todesursache
| erstechen, erdrosseln, Kehle durchschneiden
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| Tatumstände
| Hagedorn entfernte sich mit dem neunjährigen Henry, um angeblich für dessen verletzten Freund Mario Hilfe zu holen. In einem Waldstück zwang er den Jungen zu sexuellen Handlungen, dann stach er ihm in die Brust, zerquetsche ihm den Kehlkopf und durchschnitt ihm letztendlich auch die Kehle. Etwa zwei Wochen später wurde Henry's Leiche von Waldarbeitern entdeckt.
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Ronald Winkler
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| Geburtsdatum/ Alter
| 16. August 1959/ 12 Jahre
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| Ort des Verschwindens
| Ein Hinterhof in Eberswalde
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| (Wahrscheinlicher) Tat-/ Auffindezeitpunkt
| 09. Oktober 1971/ 10. Oktober 1971
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| (Wahrscheinlicher) Tat-/ Auffindeort
| Ein Waldstück bei Eberswalde
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| Todesursache
| durchschnittene Kehle
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| Tatumstände
| Hagedorn entdeckte den Jungen beim Spielen auf einem Hinterhof. Zwar flüchtete Ronald, doch Hagedorn verfolgte ihn und der Junge beging den tödlichen Fehler, in Richtung des Waldes zu leufen. Auf einer Wiese holte Hagedorn ihn ein, zwang ihn zu sexuellen Handlungen, stach mehrfach auf Ronald ein und durchschnitt ihm zuletzt die Kehle. Ronalds Leiche wurde einen Tag später gefunden.
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Literatur