PEKALSKI, Leszek
Aus True Crime Info
Profil
Pekalski beansprucht den zweifelhaften Ruhm für sich, wahrscheinlich einer der größten Serienmörder unserer Zeit zu sein. Indizien gab es genug: In Pekalskis Bettkasten fand man blutbefleckte Büstenhalter und Schlüpfer, die er seinen Opfern abgenommen hatte. Zwischen 1984 und 1992 reiste Pekalski praktisch planlos durch Polen und lebte dabei wie ein Obdachloser von Abfällen und Erbetteltem. In dieser Zeit zog er eine beispiellose Blutspur durch das Land.Sie zog sich durch ganz Polen, vom Ostseestrand bei Danzig bis nach Niederschlesien.
Die Opfer waren verschiedenen Geschlechts und Alters, stammten aus den unterschiedlichsten sozialen Milieus, waren oft genug nur zum falschen Zeitpunkt am falschen Ort. Zwar handelte es finden sich hauptsächlich um junge Mädchen, es befinden sich aber auch Männer, 87-jährige Greise oder 6 Monate alte Babys darunter.
Pekalski ermordete seine Opfer auf eine Weise, die auch für Serienmörder als extrem grausam anzusehen ist. Meist wurden sie mit stumpfen Gegenständen so lange geprügelt, dass eine spätere Identifikation schwierig wurde. Anschließend verging er sich an den Leichen und/oder onanierte über diesen. Dies wiederholte er dann über längere Zeit, in Einzelfällen tagelang.
Pekalski konnte überführt werden, als die Polizei in seinem Unterschlupf, den ihm ein Verwandter gewährte, eine Kiste voll mit Kleidungsstücken seiner Opfer fand. Pekalski gestand mehrere Morde. Die Polizei ging sehr nachlässig mit Beweisen und Beweisstücken um, da sie diesen Fall ob der Geständnisbereitschaft den Angeklagten als einfach ansah. Bald stellte Pekalski jedoch fest, dass er für das Gestehen weiterer Morde Annehmlichkeiten in der Untersuchungshaft erkaufen konnte.
Pekalski wurde im Untersuchungsgefängnis zum Medienstar. Er spielte mit den Beamten Katz und Maus. Für Schokolade und Pornohefte gab er ständig neue Verbrechen zu, widerrief seine Geständnisse jeweils einen Tag später, machte aus Tatortbesichtigungen abwechslungsreiche Ausflüge und gab sie gegen erneute „Bezahlung“ wieder zu. Je näher der Prozess rückte, desto mehr wurde widerrufen, bis er letztendlich alles abstritt.
Glaubt man dem 57 Seiten langen Geständnis, das der Mörder in Zelle Nr. 53 des Gefängnisses von Slupsk in 130 Tagen niederschrieb und mit Tatortskizzen belegte, dann hat er zwischen 1982 und 1992 40 Menschen umgebracht.
Die Anklage basierte fast ausschließlich auf den Geständnissen des Täters. Ein Fehler, wie sich herausstellen sollte, denn das Sammeln von Beweisen und Auswerten von Spuren wurde stark vernachlässigt. Da praktisch sämtliche Beweise verloren gingen, drohte der Prozess zu scheitern. 17 Morde kamen schließlich zur Anklage. Ferner 3 Überfälle, bei denen die Frauen überlebten, eine von ihnen grausam verstümmelt. Schließlich konnte ihm ein Mord nachgewiesen werden, da es hier eine Zeugin gab, die ihn identifizieren konnte. Bei der Verhandlung offenbarten sich Ermittlungsfehler, Spuren waren vernichtet und Beweismaterialien nicht gesichert worden, Protokolle und Aussagen waren verschwunden.
Die Anzahl der Opfer, die Pekalski im Laufe der Ermittlungen gestanden hatte, liegt bei ca. 80. Diese 80 Geständnisse beinhalten Informationen, wie sie nur der Mörder haben konnte. Hinzu kamen „Geständnisse“ von Morden, die nie stattgefunden hatten bzw. erwiesenermaßen von anderen Tätern begangen wurden. Auch die Zahl der Morde, die ihm von den Ermittlungsbehörden zugeschrieben wurde, liegt noch weit höher. Allerdings muss hier berücksichtigt werden, dass während den Ermittlungsarbeiten wohl nahezu jeder unaufgeklärte Todesfall Pekalski untergeschoben werden sollte. Es wird also auch weiterhin völlig unmöglich sein, eine genaue Zahl seiner Opfer zu bestimmen.
Pekalski wurde am 9. Dezember 1996 schließlich doch noch verurteilt - schuldig gesprochen für einen Mord. Er erhielt 25 Jahre Haft.Die Opfer
Literatur


